5 typische Fehler beim Fliesenlegen – und wie Sie sie erkennen
Lesezeit 4 Min · Aktualisiert 2026

Wir werden oft zu Sanierungen gerufen, wo erst vor 2–3 Jahren neu verfliest wurde. Diese fünf Fehler sehen wir am häufigsten – und sie sind alle vermeidbar.
1. Keine fachgerechte Abdichtung (DIN 18534)
In Nassbereichen Pflicht. Wer "die Fliese ist doch wasserdicht" sagt, baut Schimmel und Bauschäden vor. Eine Verbundabdichtung kostet ein paar hundert Euro – ihr Fehlen Zehntausende.
2. Hohlstellen unter den Fliesen
Entstehen, wenn der Kleber nicht vollflächig aufgetragen wird (sog. "Buttering-Floating"-Verfahren wird gespart). Folge: Fliesen brechen unter Belastung. Test: Mit Schlüssel klopfen – klingt es hohl, wurde gespart.
3. Falsche oder fehlende Bewegungsfugen
Räume "arbeiten". Ohne elastische Fugen an Wand-/Bodenanschluss und in größeren Flächen: Risse vorprogrammiert. Eine ordentliche Silikonfuge ist Pflicht, kein Extra.
4. Untergrund nicht geprüft
Estrich nicht ausgetrocknet (CM-Messung!), nicht grundiert, nicht eben gespachtelt. Ergebnis: Fliesen lösen sich, Großformate brechen. Ein Fachbetrieb misst vor der Verlegung.
5. Falsche Fliese am falschen Ort
Wandfliesen am Boden (zu rutschig, zu weich), Innenfliesen draußen (nicht frostsicher), glänzende Fliesen in der Dusche (R-Wert!). Klingt selbstverständlich – passiert trotzdem.
So erkennen Sie einen Fachbetrieb
- · Schriftliches, detailliertes Angebot mit Positionen statt Pauschale
- · Fragt nach Untergrund, misst nach, schaut sich's an
- · Nennt DIN-Normen (18534, 18157) konkret
- · Hat Referenzen, die Sie auch besichtigen dürfen
- · Gibt Gewährleistung schriftlich (mind. 5 Jahre)
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Wir machen Sanierungen und sagen Ihnen ehrlich, was rausmuss und was bleiben darf.
